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Situation
Das Bekennen geschieht aufgrund von zwei wesentlich verschiedenen Typen von Bedrängnis:1
eine manifeste, äussere, politische Ungerechtigkeit,
eine externe Bedrohung,
die das Christsein zur Stellungnahme herausfordert und
die Kirche erkennbar in den status confessionis externus drängt:
Bekennen geschieht in diesem Fall
mit einem Kampfbekenntnis,
das Klarheit schafft durch Positionierung und Abgrenzung
2
eine latente, innere, konfessionelle Selbstgefährdung,
eine interne Verunsicherung,
die die christliche Identität des Einzelnen in Frage stellt und
die Kirche unmerklich in den status confessionis internus bringt:
Bekennen geschieht in diesem Fall
mit einem Identitätsbekenntnis,
das Klarheit schafft durch Selbstverständigung und Verbindlichkeit
Das Bekenntnis ist der Referenztext der Glaubwürdigkeit: Es schafft Klarheit für die Fälle der Bedrängnis. Alle Teile der Kirche können sich darauf beziehen. Mit ihm ist sie öffentlich, lesbar und verbindlich.
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