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CC/Sascha Cormano
In der postmodernen Gesellschaft hat sich die Bewertung von Arbeit und Freizeit verschoben. Die zunehmende erwerbsfreie Zeit ist nun diejenige, von der mehr Sinn und «Lebensqualität» erwartet wird. Gelebt wird nicht mehr um zu arbeiten, sondern es wird gearbeitet, um zu leben. Im Mittelpunkt der Lebensgestaltung stehen: der Drang, sich selbst zu verwirklichen, die Suche nach einprägsamen Erlebnissen, das Experimentieren mit neuen Werten, die Gestaltung individueller Lebensstile, das Entdecken neuer Zugehörigkeiten durch die Teilnahme am gleichen Konsum, an gleichen Erlebnissen und Gefühlen. Für die Kirchen hat das weitreichende Konsequenzen. Da der Freizeitbereich bei vielen Menschen mit positiven Gefühlen besetzt ist, bietet sich für die Kirchen die Chance, Menschen in ihrer Freizeit neu und erfrischend zu begegnen und sie auf ihrer Wertesuche zu begleiten. Allerdings muss es denn Kirchen gelingen, ihr Angebot erlebnisorientiert und emotional zu präsentieren. Sie müssen einen Weg finden, ohne wertende Vorurteile in den Dialog einzutreten und einen ganzheitlichen, an christliche Werten orientieren Lebens- und Beziehungsstil zu verwirklichen.
Der SEK befasst sich mit der veränderten Freizeitgestaltung der Menschen:
- Er will auf dem Hintergrund des protestantischen Verständnisses von Arbeit und Freizeit die aktuellen Entwicklungen wahrnehmen, bedenken und aus seiner Perspektive einen Beitrag zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung leisten.
- Zu diesem Zweck sucht er Vernetzung und Schwerpunktbildung mit anderen schweizerischen Organisationen, die sich mit der Freizeitgestaltung der Menschen beschäftigen.
- Der SEK fördert den Austausch über Erfahrungen, die Kirchgemeinden, Kantonalkirchen und kirchliche Organisationen bei ihrem Engagement im Freizeitbereich gesammelt haben.
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